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Wie unser Gehirn uns austrickst

Info, Dokumentation • 15.04.2026 • 22:40 - 23:35
Experiment zu Stereotypen mit Schülerinnen und Schülern. Die Dokumentation zeigt, wie sehr wir unbewusst vereinfachende Denkmuster verwenden und problematisiert, wie Soziale Medien diese Automatismen gezielt ausnutzen.
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Experiment zu Konformismus, im Park. Der Mensch handelt nicht autonom – unser Denken, Handeln und sogar unsere Urteilsfähigkeit wird stark von der Anwesenheit anderer geprägt.
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Originaltitel
Notre cerveau nous joue des tours
Produktionsland
F
Produktionsdatum
2025
Info, Dokumentation
Der Mensch denkt und entscheidet nicht völlig unabhängig: Er ist auf andere angewiesen und sein Gehirn ist auf das Leben in Gemeinschaft ausgelegt. In dieser Folge zeigt der Neurowissenschaftler und Psychologe Albert Moukheiber, wie stark unser Denken, Verhalten und unsere Entscheidungen von der Anwesenheit anderer beeinflusst werden - so sehr, dass uns unser Gehirn mitunter in die Irre führt. Von Geburt an sind andere für unser Überleben unverzichtbar. Zwischenmenschliche Beziehungen formen unsere kognitiven Fähigkeiten und das "soziale Gehirn". Doch der Blick der anderen kann auch lähmen: Sozialer Stress blockiert unser Potenzial, während die Angst vor Ausgrenzung Entscheidungen beeinflusst. Moukheiber macht deutlich, wie sehr wir zu Konformismus neigen und unbewusst vereinfachende Denkmuster nutzen. Diese Mechanismen sind überlebenswichtig, machen uns aber auch anfällig für Manipulation und Betrug - oft mit schädlichen Folgen. Soziale Netzwerke nutzen diese Automatismen gezielt aus, um Aufmerksamkeit zu binden. Dabei untergraben sie mitunter die Fähigkeit, unterschiedliche Meinungen gelten zu lassen und eigenständig zu denken. Gerade in Zeiten Künstlicher Intelligenz und des digitalen Wandels ist es wichtiger denn je zu verstehen, was zwischenmenschliche Beziehungen ausmacht.